06. Mai 2007
Warum sich Webdesigner an Typo3 trauen sollten
Die Firma, für die ich arbeite, setzte auf Typo3. Notgedrungen musste ich mich damit beschäftigen. Typo3 war jedoch komplex, und einige Kollegen, größtenteils Webdesigner, waren nicht gewillt oder in der Lage, sich in Typo3 einzuarbeiten. Typo3 mit Typoscript – für mich hörte sich das auch gruselig an. Die Aussage des Chefprogrammierers, alles das seien doch „nur multidimensionale PHP-Arrays“ hat den Umstieg von Dreamweaver mit Templates auf CMS nicht erleichtert.
Ich beschäftigte mich mit anderen CMS. Drupal, Mambo und Joomla sowie Xoops habe ich sehr genau unter die Lupe genommen. Dutzende Sites, die CMS vergleichen, kamen noch hinzu.
Ihre Vor- und Nachteile werden überall diskutiert. Ich werde es nicht hier aufgreifen. Teilweise sind es auch persönliche Vorlieben, die zur Entscheidung führen. Bei mir – Webdesigner, Flasher, mit sehr bescheidenen PHP-Kenntnissen – waren es folgende Kriterien, die zu Typo3 führten:
1. Mehrere Projekte, eine Installation
Wenn man das Hosting der Kunden mitbetreut, ist Typo3 ein Segen. Der Kern wird zentral gepflegt, die Seiten können trotzdem individuell angepasst werden.
2. Mehrsprachigkeit
Geht – vor allem mit TemplaVoila – richtig schnell. Sprache anklicken, zwei, drei festgelegte Schritte ausführen, und im Backend kann man anfangen, die Inhalte zu übersetzen.
3. Konditionen
Hier scheitern die meisten CMS. Ich will – bei einem Projekt mit 4 Ebenen und ca. 800 Seiten – ein Inhaltselement auf Seiten mit den IDs 17, 24, 82, 180, 220 erscheinen lassen. Bei 5 Seiten geht das noch von Hand, bei 20, 30 Seiten nicht mehr so gut.
Eine Abfrage „wenn seitenID = 17 oder seitenID = 24 dann das und das“ muss möglich sein.
4. TemplaVoila
Man will einem Redakteur eine Form geben, um z.B. nur Headline, Inhalt und einen Link einzubauen. Mit TemplaVoila baut man sich in HTML die Form zusammen und stellt sie dem Redakteur zur Verfügung – ein eigenes Inhaltselement in 10 Minuten.
Fazit
Typo3 ist gar nicht so kompliziert. Wenn man sich einmal an den Batzen traut und vor allem einmal die Struktur versteht ist das Ganze ein Segen. Mittlerweile habe ich feste Codeschnipsel und Templates. Die verbleibende Arbeit ist individuelles Feintuning. Mit etwas Fleiß bekommt man W3C-konforme, schlanke, skalierbare Websites.
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